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Autor: Melanie Berger

Aktualisiert am 16. Mai 2026

TL;DR — Was ist Wirtschaftsmediation und wie läuft sie ab? Ein vertrauliches, freiwilliges Verfahren zur Konfliktlösung zwischen Unternehmen oder innerhalb von Teams, geführt von einem allparteilichen Mediator. Sechs Schritte von Kontaktaufnahme bis Abschluss, geregelt im österreichischen Zivilrechtsmediationsgesetz. Vorteile gegenüber Gericht: schneller, günstiger, vertraulich — und die Geschäftsbeziehung bleibt meist erhalten.

Steckst du in einem Streit mit einem anderen Unternehmen oder innerhalb deines Unternehmens fest? Hast du das Gefühl, dass sich das Gespräch immer wieder im Kreis dreht, ohne dass eine Lösung gefunden wird? Steckst du in einem langwierigen Verfahren, das scheinbar nie endet? Wenn ja, ist Wirtschaftsmediation eine gute Möglichkeit, dich und dein Unternehmen voranzubringen.

Wirtschaftsmediation ist ein wirksames Mittel zur Beilegung vieler Streitigkeiten in und zwischen Unternehmen, jedoch vielen Menschen unbekannt. Deshalb ist es ist wichtig zu wissen, wie sie funktioniert und wie sie dabei helfen kann, im Umgang mit Konflikten unterschiedliche Ziele unter einen Hut zu bringen. Hier findest du einen Überblick über alles, was du über Wirtschaftsmediation wissen solltest.

Was ist Wirtschaftsmediation?

Wirtschaftsmediation ist eines der Instrumente, die für ein erfolgreiches Konfliktmanagement im Unternehmen eingesetzt werden kann. Sie ist ein wirksames und effizientes Mittel zur Bearbeitung von Konflikten zwischen Unternehmen oder innerhalb von Teams. Es handelt sich um ein vertrauliches Verfahren, das es allen Beteiligten ermöglicht, ihre Bedürfnisse und Bedenken in einem sicheren Umfeld zu äußern. Der Mediator fungiert als neutraler Dritter, der beiden Seiten aufmerksam zuhört und ihnen hilft, eine für beide Seiten zufriedenstellende Versteinbarung zu treffen. Mediatoren sind Experten für Konfliktlösung und leiten den Prozess, ohne sich in die Entscheidungen einzumischen.

Wirtschaftsmediation kann bei einer Vielzahl von Konflikten eingesetzt werden, z. B. bei Konflikten innerhalb von Teams oder Abteilungen, Umstrukturierungen, Kompetenzstreitigkeiten, Kunden-Lieferanten-Beziehungen, arbeitsrechtlichen Fragen, Streitigkeiten zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, bei der Unternehmensnachfolge und Fusionen.

Wirtschaftsmediation in Wien ist unbürokratisch, effizient, vertraulich und in allen unternehmerischen Konfliktsituationen anwendbar. Das macht es zu einer attraktiven Option für Unternehmen, die ihre Konflikte schnell und - sollte es ein rechtlicher Konflikt sein - ohne langwierige Gerichtsverfahren lösen wollen.

Die Wirtschaftsmediation kann grob in zwei Bereiche eingeteilt werden:

1. Ausserbetriebliche Mediation

Wirtschaftsmediation kann die Mediation gerichtsanhängiger Verfahren bedeuten - also von Konflikten, die meistens zwischen Unternehmen stattfinden und vor Gericht landen würden (oder bereits vor Gericht sind und erst dann in die Mediation kommen). Sie entfaltet ihre Stärken gerade hier, denn ein Gerichtsverfahren bedeutet oft eine lange Verfahrensdauer und hohe Kosten.

Die Wirtschaftsmediation zwischen Unternehmen ist ein interessanter und wachsender Bereich der alternativen Streitbeilegung. Anstelle eines traditionellen Rechtsstreits bietet die Wirtschaftsmediation ein alternatives Instrument, um Interessenkonflikte zu lösen und gleichzeitig die Beziehungen zwischen den Parteien zu erhalten. Wirtschaftsmediator/innen verfügen über hochwertiges Know-How im Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz, die bei der effizienten und professionellen Beilegung von Streitigkeiten von unschätzbarem Wert sein können.

Die Wirtschaftsmediation ermutigt die Teilnehmer/innen auch, außergerichtliche Lösungen zu suchen und befähigt sie, ihre Streitigkeiten selbst zu lösen, indem sie kreative Lösungen entwickeln, die auf dem Gerichtsweg nicht gefunden werden könnten. Mit geringeren Kosten und dem Potenzial, Beziehungen zu erhalten oder zu stärken, kann die Wirtschaftsmediation für Unternehmen eine gute Möglichkeit sein, schwierige Situationen effektiv zu bewältigen.

2. Innerbetriebliche Mediation

Die innerbetriebliche Mediation beschäftigt sich mit der Beilegung von betrieblichen Konflikten, die innerhalb von Unternehmen entstehen. Meistens sind es zwischenmenschliche Konflikte, die den Erfolg von Teams oder ganzen Unternehmen bremsen oder gefährden.

Wenn wir über innerbetriebliche Konflikte sprechen, meinen wir meistens Teamkonflikte, Gesellschafterkonflikte, Konflikte zwischen Einzelpersonen oder zwischen Abteilungen. 

Der Prozess der unternehmensinternen Wirtschaftsmediation beginnt in der Regel mit einer ersten Kontaktaufnahme und einem Gespräch mit allen beteiligten Parteien. Anschließend werden die Probleme, Standpunkte und unterschiedliche Ziele gesammelt und die Interessen beider Seiten festgehalten. Sobald diese Informationen zusammengetragen sind, wird der Mediator mit beiden Seiten zusammenarbeiten, um die für alle Beteiligten am besten geeignete Idee auszuwählen und zu vereinbaren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind und die Lösung gut umgesetzt werden kann.

Die Vorteile einer Mediation

Die Vorteile der Wirtschaftsmediation sind zahlreich. Die Wirtschaftsmediation trägt dazu bei, die Beziehungen zwischen Konfliktparteien zu erhalten, indem sie es ihnen ermöglicht, eine Einigung zu erzielen, ohne auf einen Rechtsstreit zurückgreifen zu müssen. Dies macht sie zu einer idealen Lösung, um Streitigkeiten schnell und effektiv beizulegen.

Wirtschaftsmediation ist schnell, effizient und kostengünstig im Vergleich zu Gerichtsverfahren, die langwierig, teuer und potenziell schädlich sein können. Mediationen fördern die Zusammenarbeit und nicht die Konfrontation, weil der Mediator/die Mediatorin produktive Gespräche anregt, anstatt sich über festgefahrene Positionen zu streiten. Außerdem sind Mediationen streng vertraulich - so können öffentliche Anhörungen, die den Ruf eines Unternehmens schädigen können, vermieden werden.

Rechtsstreitigkeiten in der Wirtschaft sind in Bezug auf Kosten und Ausgang oft unvorhersehbar, während Wirtschaftsmediationen den Parteien Vorhersehbarkeit und eine objektive Beobachtung der Interessen bieten, während sie selbst die Kontrolle behalten. Wenn nichts unternommen wird, können Unternehmen größere Verluste in Form von finanziellen Einbußen oder schlechter Publicity aufgrund eines ungünstigen Gerichtsurteils oder eines schlecht gelösten innerbetrieblichen Konflikts erleiden, was ihren Erfolg beeinträchtigen kann. Unternehmen sollten eine Mediation ernsthaft als die bessere Alternative in Betracht ziehen, wenn sie fundierte Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen treffen wollen.

Die Vorteile einer Wirtschaftsmediation im Überblick:

  1. Effizienz: Im Vergleich zu andern Konfliktlösungsmethoden ist Wirtschaftsmediation für Unternehmen häufig schneller und kosteneffizienter. Langwierige Verfahren, hohe Prozesskosten und endlose Diskussionen können mit Wirtschaftsmediation deutlich abgekürzt werden. Konkrete Zahlen zum Vergleich findest du im Pricing-Guide Wirtschaftsmediation Kosten.
  2. Individualität und Selbstbestimmung: Die beteiligten Parteien haben die Möglichkeit, eine Lösung zu entwickeln, die ihren spezifischen Bedürfnissen entspricht, anstatt von einem dritten eine Lösung aufgezwungen zu bekommen - so entstehen haltbare Lösungen, die von den Beteiligten mit höherer Wahrscheinlichkeit eingehalten werden.
  3. Diskretion: Wirtschaftsmediation ist ein privates Verfahren, das sensible Informationen der beteiligten Parteien schützt.
  4. Erhaltung von Beziehungen: Wirtschaftsmediation trägt dazu bei, dass die Beziehungen zwischen den beteiligten Parteien erhalten bleiben und sich meistens sogar verbessern. Gemeinsam gelöste Konflikte stärken Zuversicht und Gemeinsamkeiten, so dass weitere Konflikte meistens ebenfalls konstruktiv gemeistert werden können.
  5. Förderung von Kommunikation: Wirtschaftsmediation unterstützt eine offene und effektive Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien, was oft zu einer besseren Verständigung und dadurch zu einer nachhaltigeren Lösung beiträgt.
  6. Hohe Erfolgsquoten: Wirtschaftsmediation hat Erfolgsquoten von bis zu 95%. Und selbt bei einer abgebrochenen Mediation oder bei Mediationen ohne Ergebnis hat sie meistens einen positiven Effekt auf den weiteren Konfliktverlauf.
  7. Weniger Fluktuation und Krankenstände: Konflikte führen oft zu Fluktuation und Krankenständen. Wenn sie schnell und entschieden mit externern Unterstützung gelöst werden, können diese Effekte stark gemindert werden.

Der Ablauf einer Wirtschaftsmediation

Wirtschaftsmediation ist eine praktikable Option, um Konflikte im wirtschaftlichen Bereich beizulegen. Es bedeutet nicht nur, dass die Kosten für die Streitparteien geringer sind als die anderen Verfahren der Streitbeilegung, sondern auch, dass so wichtige Beziehungen mit mehr Respekt und Wertschätzung in der Lösung behandelt werden. Aber wie funktioniert das eigentlich? Wie ist der Ablauf?

Es gibt einige idealtypische theoretische Abläufe für Mediationsverfahren, die sich alle ähnlich sind. Dabei sprechen wir immer von mehreren Schritten zur Lösung von Konflikten:

  1. Kontaktaufnahme: Die beteiligten Parteien kontaktieren einen Mediator, um eine Wirtschaftsmediation zu vereinbaren. Meistens nimmt eine der beteiligten Parteien Kontakt auf und es wird gemeinsam vereinbart, wer die zweite Partei kontaktiert. Der Mediator prüft in der Auftragsklärung, ob die Basis für Wirtschaftsmediation im vorliegenden Fall gegeben ist.
  2. Vorbereitungsgespräch: Der Mediator nimmt mit beiden Parteien Kontakt auf. Manchmal ist es erforderlich, vorbereitende Einzelgespräche zu führen. Der Mediator trifft sich dazu wenn notwendig mit jeder Partei einzeln, um die Situation zu erörtern und die Erwartungen an die Mediation zu klären.
  3. Erstes gemeinsames Gespräch: Der Mediator trifft sich mit beiden Parteien, um das Problem genauer zu besprechen und die Interessen und Ziele jeder Partei zu verstehen.
  4. Identifizierung von Alternativen: Der Mediator hilft den Parteien, mögliche Lösungen zu identifizieren und die Vor- und Nachteile jeder Option zu bewerten.
  5. Verhandlung: Der Mediator unterstützt die Parteien dabei, eine Vereinbarung zu treffen, die für beide Seiten akzeptabel ist.
  6. Abschluss: Wenn eine Vereinbarung erreicht wurde, unterzeichnen die Parteien eine schriftliche Vereinbarung und die Mediation ist abgeschlossen. Diese Vereinbarungen werden meistens von den Anwälten der Parteien ausformuliert. Bei innerbetrieblichen Konflikten reicht in den meisten Fällen eine formlosere Vereinbarung.

Nicht jede Mediation ist gleich und die Schritte können voneinander abweichen oder unterschiedlich gewichtet sein. Es kann auch passieren, dass neue Erkenntnisse zur Wiederholung einzelner Schritte führen, etwa, wenn neue Informationen eingebracht werden.

Übrigens: Hier erfährst Du, wie du sicherstellen kannst, dass dein unternehmerischer Konflikt nicht sofort bei Gericht landet.

Rechtlicher Rahmen der Mediation in Österreich

Das Zivilrechtsmediationsgesetz in Österreich regelt die Durchführung von Mediationen in zivilrechtlichen Angelegenheiten. Ein wesentlicher Bestandteil des Gesetzes ist die Förderung der Mediation als eine Möglichkeit, Streitigkeiten außergerichtlich zu lösen. Es legt fest, dass Mediation ein freiwilliger Prozess ist, bei dem die beteiligten Parteien einen Mediator auswählen und mit ihm zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden. Das Gesetz schreibt auch vor, dass Mediatoren über eine qualifizierte Ausbildung verfügen müssen und dass die Mediation vertraulich ist. Wer Zivilrechtsmediator werden will, muss sich am Bundesministerium für Justiz eintragen lassen.

Weiterführende Beiträge zur Wirtschaftsmediation

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Häufige Fragen

Was ist Wirtschaftsmediation?

Wirtschaftsmediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren, in dem ein neutraler Mediator zwei oder mehr Konfliktparteien hilft, eine eigene Loesung zu finden - ohne Gerichtsurteil. Sie wird bei B2B-Streitigkeiten, Gesellschafter- und Teamkonflikten oder Konflikten in Familienunternehmen eingesetzt. Anders als bei einem Richter trifft der Mediator keine Entscheidung, sondern moderiert den Dialog. In Oesterreich ist die Mediation gesetzlich im ZivMediatG geregelt; eingetragene Mediatoren stehen im Verzeichnis des Bundesministeriums fuer Justiz.

Wann lohnt sich Wirtschaftsmediation fuer mein Unternehmen?

Wenn ihr weiter zusammenarbeiten muesst und der Konflikt eure Geschaeftsbeziehung gefaehrdet. Typische Einsatzfaelle: Teamkonflikte, Gesellschafterstreit, Generationenwechsel, B2B-Vertragskonflikte, Restrukturierungen. Mediation ist sinnvoll, solange beide Seiten kooperationsbereit sind - das schliesst nicht aus, dass sie sich gerade nicht riechen koennen. Wenn eine Seite den anderen rechtlich vernichten will oder der Bruch sowieso beschlossen ist, ist eine anwaltliche Vertretung der bessere Weg.

Was unterscheidet Wirtschaftsmediation vom Schiedsverfahren?

In der Mediation bestimmt ihr selbst die Loesung - der Mediator moderiert, entscheidet aber nichts. Beim Schiedsverfahren urteilt ein Schiedsrichter und das Ergebnis ist bindend, aehnlich wie bei einem Gerichtsurteil. Wirtschaftsmediation passt, wenn ihr die Geschaeftsbeziehung erhalten wollt und gemeinsam an einer Loesung interessiert seid. Ein Schiedsverfahren ist die bessere Wahl, wenn eine schnelle, durchsetzbare Entscheidung gebraucht wird und die Beziehung sekundaer ist.

Was kostet eine Wirtschaftsmediation in Oesterreich?

Ein halber Tag Wirtschaftsmediation startet ab 1.500 Euro. Bei einem typischen B2B- oder Teamkonflikt liegt der Gesamtaufwand zwischen 3.000 und 6.000 Euro, verteilt auf 1-3 Sitzungen. Komplexe Gesellschafter- oder Familienunternehmen-Konflikte mit mehreren Beteiligten kommen auf 5.000 bis 10.000 Euro. Im Vergleich: Ein Wirtschaftsstreit vor Gericht startet bei 30.000 Euro pro Instanz - oft drei- bis fuenfmal so teuer. Die Kosten werden in der Regel zwischen den Parteien geteilt.

Wie lange dauert eine Wirtschaftsmediation?

Vom Erstgespraech bis zur unterzeichneten Vereinbarung: 4 bis 12 Wochen. Eine typische Wirtschaftsmediation umfasst 1-3 Sitzungen mit je 3-4 Stunden, dazwischen Reflexionsphasen von ein bis zwei Wochen. Einfache Konflikte sind manchmal in einem halben Tag geklaert. Komplexe Faelle mit mehreren Beteiligten oder tiefer Vorgeschichte koennen 8-12 Wochen mit 6-12 Sitzungen brauchen. Im Erstgespraech klaeren wir den realistischen Aufwand fuer deinen Fall.

Mediation oder Gericht - was ist besser?

Mediation ist meist schneller, guenstiger und vertraulich - und sie erhaelt die Geschaeftsbeziehung. Ein Gerichtsverfahren liefert ein vollstreckbares Urteil, dauert aber bei Wirtschaftskonflikten in Oesterreich oft 3-7 Jahre, kostet ein Vielfaches und macht die Beziehung meist endgueltig kaputt. Mediation passt, wenn ihr weiterarbeiten wollt. Gericht passt, wenn ein Praezedenzfall noetig ist oder eine Seite die Kooperation komplett verweigert. Oft ergaenzen sich beide: Die Mediationsvereinbarung wird anschliessend rechtssicher beim Anwalt verankert.

Was unterscheidet einen eingetragenen Wirtschaftsmediator von einem Konflikt-Coach?

Eingetragene Mediatoren stehen im Verzeichnis des Bundesministeriums fuer Justiz und sind nach ZivMediatG zur Verschwiegenheit verpflichtet. Voraussetzung: mehrere hundert Stunden Ausbildung plus regelmaessige Fortbildung. Coaches haben keine staatliche Eintragung und keine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht. Bei sensiblen Unternehmenskonflikten - Gesellschafterstreit, Generationenwechsel, B2B-Streitigkeiten - ist die Eintragung ein wichtiges Qualitaetsmerkmal. Ich bin im Verzeichnis des Bundesministeriums fuer Justiz eingetragen.

Sind die Ergebnisse der Wirtschaftsmediation rechtlich bindend?

Die schriftlich unterzeichnete Mediationsvereinbarung ist ein bindender Vertrag zwischen den Parteien. Fuer direkte Vollstreckbarkeit kann sie als Notariatsakt errichtet oder gerichtlich beglaubigt werden - dann hat sie die gleiche Durchsetzungskraft wie ein Urteil. In der Praxis braucht es das aber selten, weil die Parteien die Vereinbarung gemeinsam gestaltet haben und sie erfahrungsgemaess auch tatsaechlich einhalten.

Bleibt alles vertraulich, was in der Mediation besprochen wird?

Ja, vollstaendig. Eingetragene Mediatoren sind nach dem oesterreichischen ZivMediatG zur Verschwiegenheit verpflichtet - was in der Mediation besprochen wird, darf nirgendwohin getragen werden. Auch die Mediatorin selbst darf nicht als Zeugin geladen werden. Alle Beteiligten unterzeichnen zusaetzlich eine Mediationsvereinbarung mit Verschwiegenheitsklausel. Gerade in Familienunternehmen oder bei oeffentlich bekannten B2B-Partnerschaften ist das ein zentraler Vorteil gegenueber einem oeffentlichen Gerichtsverfahren.

Was passiert, wenn der Konfliktpartner nicht mitmachen will?

Mediation lebt von Freiwilligkeit. Wenn die andere Seite blockiert, hilft oft ein Einzelgespraech mit der Mediatorin - viele Vorbehalte beruhen auf falschen Vorstellungen davon, was Mediation ist. Manchmal kommt die zweite Seite nach drei bis sechs Wochen freiwillig dazu, wenn sie sieht, dass die erste Seite tatsaechlich an einer Loesung arbeitet. Falls das nicht reicht, ist Konfliktmanagement-Training fuer dich allein eine sinnvolle Alternative, um dein eigenes Verhalten zu professionalisieren.

Autor

Melanie Berger

...auch bekannt als die schweizerischste Wirtschaftsmediatorin Österreichs - ich löse seit 2020 Konflikte in und zwischen Unternehmen mit einer Erfolgsquote von 95%. Ich biete Wirtschaftsmediation, Konfliktcoaching und Konfliktmanagementtrainings an. In meiner Freizeit höre ich Musik, trainiere, oder werke im Garten herum.

Konfliktmanagement-trainings

mit Melanie Berger

Besser gelöste Konflikte bedeuten mehr Erfolg. In zwei Tagen zu erfolgreicheren Projekten und zufriedeneren Mitarbeitern.

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