a man holding a laptop

Allgemeiner Hinweis zu veröffentlichten Fallstudien:

Meine Schweigepflicht ist etwas, das ich sehr ernst nehme. Die Fallstudien auf meiner Webseite werden deshalb so abgeändert, dass das Unternehmen nicht mehr erkennbar ist und der Artikel wird erst und ausschließlich nach der schriftlichen Freigabe durch den jeweiligen Klienten veröffentlicht.

Ausgangslage

Die Projektleiterin eines etablierten IT-Unternehmens wandte sich an mich aufgrund von Konflikten innerhalb ihres Entwicklerteams. Das Team bestand aus fünf Mitgliedern mit unterschiedlichen Fachkenntnissen und Erfahrungsniveaus. Trotz ihrer exzellenten technischen Fähigkeiten gab es erhebliche Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit. Es gab regelmäßige Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten, die zu Verzögerungen in der Projektarbeit führten. Einige Teammitglieder fühlten sich überfordert, während andere sich unterfordert fühlten. Es wurde auch immer wieder beklagt, dass sich das Arbeiten in dem Unternehmen wie eine Feuerwehrübung anfühle, man fahre als Entwickler nur "auf Sicht", darunter leide die Qualität der entwickelten Software.

Auftragsklärung und Mediation

Nach der Auftragsklärung mit der Projektleiterin, in der die Ziele der Mediation und die zu behandelnden Themen geklärt wurden, begann der Mediationsprozess mit folgenden Schritten:

Teammediation

Nach der Auftragsklärung mit der Auftraggeberin organisierte ich eine Teammediation. In dieser Sitzung kamen alle Teammitglieder zusammen, um gemeinsam ihre Konflikte zu bearbeiten. Als neutrale Dritte stellte ich sicher, dass alle Stimmen gehört wurden und dass die Diskussion in einer respektvollen und konstruktiven Atmosphäre stattfand.

Themensammlung

Während der Teammediation erstellten wir eine Liste von Themen, die angesprochen werden mussten. Diese Liste umfasste Themen wie die Verteilung der Arbeitslast, die Einhaltung von Fristen, die Qualität der Code-Reviews und die Einbeziehung aller Teammitglieder in Entscheidungsprozesse, die ihre Arbeit betrifft, sodass Ressourcen frühzeitig geplant werden können.

Besonderheiten und Auffälligkeiten

  • Kommunikationsstil: Es wurde festgestellt, dass die Teammitglieder sehr unterschiedliche Kommunikationsstile hatten. Einige bevorzugten direkte und konkrete Kommunikation, während andere einen eher indirekten und diplomatischen Kommunikationsstil bevorzugten. Dies führte oft zu Missverständnissen und Frustrationen.
  • Arbeitsbelastung: Es wurde festgestellt, dass die Arbeitsbelastung im Team ungleich verteilt war. Einige Teammitglieder fühlten sich überfordert, während andere das Gefühl hatten, dass sie nicht genug zu tun hatten. Dies führte zu Frustration und Unzufriedenheit im Team.
  • Entscheidungsfindung: Es wurde beobachtet, dass die Entscheidungsfindung im Team oft unklar und inkonsistent war. Dies führte zu Verwirrung und Konflikten.

Lösungen und Maßnahmen zu den Themen

Für jedes Thema auf der Liste entwickelten die Teilnehmer gemeinsam Lösungen und Maßnahmen, die von der Projektleiterin genehmigt wurden. Einige der beschlossenen Maßnahmen umfassten:

  • Einführung eines rotierenden Code-Review-Systems, um die Qualität der Code-Reviews zu verbessern und allen Teammitgliedern die Möglichkeit zu geben, Feedback zu geben und zu erhalten
  • Implementierung eines transparenten Aufgabenverteilungssystems, um sicherzustellen, dass die Arbeitslast fair verteilt ist und alle Teammitglieder ihre Fähigkeiten optimal einsetzen können
  • Einrichtung regelmäßiger Teammeetings zur Projektplanung mit einer definierten Struktur und rotierenden Protokollführern

Die Abweichungen im Kommunikationsstil konnten in der Mediation gut aufgeklärt und geregelt werden - es wurden vorerst keine weiteren externen Maßnahmen geplant.

Ergebnis und Follow-up

Bei dem Follow-up Termin berichtete die Auftraggeberin, dass die Mediation zu einer sofortigen Entspannung der Lage geführt hätte und die Teammitglieder jetzt mehr Bewusstsein für Themen hätten, die vorher nicht angesprochen worden waren. Die Maßnahmen konnten gut umgesetzt werden, lediglich am Aufgabenverteilungssystem müsse man noch weiter arbeiten. Die Klientin ist zufrieden mit dem Ergebnis und überrascht, wie wirkungsvoll ein Tag Mediation sein kann.

Kosten

Die Leistungen in diesem Fall umfassten:

  • Vorbereitungsarbeiten und vorbereitendes Gespräch mit der Auftraggeberin
  • 1 Tag Teammediation
  • Nachbereitung und ein Follow-up Gespräch mit der Projektleiterin online (ca. 30 Min.)

Die Mediation wurde 10 Tage nach dem Auftragsklärungsgespräch durchgeführt und dauerte einen Tag. Insgesamt beliefen sich die Kosten dafür auf € 2.800.

Im Vergleich dazu kostet der Verlust und das Wiedereinstellen einer Fachkraft ein Vielfaches, wie diverse Quellen belegen:

Auch die Kosten, die entstehen, wenn Mitarbeiter demotiviert sind oder es im Unternehmen Konflikte gibt, sind nicht zu unterschätzen. Eine Studie von KPMG beziffert alleine den Zeitverlust aufgrund von Konflikten bei Mitarbeitern um die 15-20%, für Führuungskräfte bis zu 50% (!).

Übrigens: Wenn du mehr darüber lesen möchtest, wie du Teamkonflikte selber lösen kannst - hier wirst du geholfen.

Fallstudie: Wirtschaftsmediation in einem IT Entwicklerteam - Wirtschaftsmediation Melanie Berger

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Dann freue ich mich, wenn du dich meldest.


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